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JZ-Reptiles
Tierart

Río-Fuerte-Krustenechse

Eine große, giftige Krustenechse aus dem nordwestlichen Mexiko, deren heutige Artbezeichnung Heloderma exasperatum lautet.

Unser Bestand

Stammtiere dieser Art

Für diese Tierart sind noch keine Stammtiere veröffentlicht.

Artportrait

Río-Fuerte-Krustenechse Heloderma exasperatum

Herkunft und Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt im nordwestlichen Mexiko, insbesondere im südlichen Sonora und südwestlichen Chihuahua im Umfeld des Río-Fuerte-Einzugsgebiets.

Allgemeine Haltungsbedingungen

Diese Giftspezies gehört ausschließlich in sachkundige und behördlich zulässige Haltung. Als praxisnaher Orientierungsrahmen für adulte Tiere haben sich tagsüber etwa 21–25 °C in kühleren Bereichen und 35–40 °C am Sonnenplatz bewährt; nachts kann die Temperatur auf etwa 17–20 °C absinken. Wichtig sind tiefe, sichere Rückzugs- und Grabmöglichkeiten mit feuchteren Mikrobereichen, gut belüftetem Substrat und saisonal etwas stärkerer Beregnung. In einer erfolgreich dokumentierten Zuchtanlage wurden 10–60 cm Substrattiefe genutzt; Eiablagen erfolgten bevorzugt in Bereichen über 20 cm Tiefe.

Wichtige Grundparameter

Orientierung: trockener bis halbtrockener, stark strukturierter Lebensraum mit warmem Tagesbereich, lokalem Wärmeplatz, kühleren Verstecken und saisonaler Klimaführung. Tiefe sichere Rückzüge und grabfähige Bereiche sind wesentlich.

Platzbedarf & Terrarium

Große, besonders sicher verriegelte Bodenanlage mit mehreren Klimazonen, tiefen Rückzügen und genügend Fläche für arttypisches Erkunden. Bei Giftspezies ist die sichere Bedienbarkeit der Anlage ebenso wichtig wie die reine Größe.

Ernährung

In der Natur: Vor allem Eier, Nestlinge und Jungtiere von Wirbeltieren, außerdem kleine Säugetiere, Vögel und Reptilien.

In menschlicher Obhut: Kontrolliert angebotene geeignete ganze Futtertiere und Eier in bedarfsgerechten Abständen; Körperzustand eng beobachten und Überfütterung vermeiden.

Artenschutz & CITES

Artenschutz: CITES Anhang II (Heloderma suspectum). Zusätzlich können je nach Land besondere Genehmigungen für Gifttiere oder gefährliche Tiere erforderlich sein.

Besonderheiten & Sicherheit

GIFTIG. Ein Biss kann beim Menschen starke, häufig lang anhaltende Schmerzen, ausgeprägte Schwellung sowie Übelkeit, Schwäche, Blutdruckabfall und weitere Kreislaufreaktionen verursachen. Schwere Verläufe sind möglich. Ein Biss ist ein medizinischer Notfall: Abstand herstellen, Rettungsdienst/Giftnotruf kontaktieren und unverzüglich ärztlich behandeln lassen; nicht aufschneiden, aussaugen oder abbinden.

Die dargestellten Haltungsparameter und Angaben zum Platzbedarf dienen als allgemeine fachliche Orientierung. Gesetzliche Mindestanforderungen können je nach Land und Region unterschiedlich sein und sind vom jeweiligen Halter zu beachten. Bitte informieren Sie sich bereits vor der Anschaffung ausführlich über die jeweilige Art – gerne persönlich bei JZ-Reptiles und zusätzlich anhand geeigneter Fachliteratur. Die konkrete Haltung ist immer an Art, Lokalform, Alter, Größe und das einzelne Tier anzupassen.

Skelett von Río-Fuerte-Krustenechse

Skelett von Río-Fuerte-Krustenechse
Anatomische Darstellung zur Orientierung.

Verbreitungsgebiet

Schematische Lage des natürlichen Verbreitungsgebiets von Río-Fuerte-Krustenechse
Schematische Lage des natürlichen Verbreitungsgebiets von Río-Fuerte-Krustenechse