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JZ-Reptiles
Tierart

Kaiserskorpion

Großer, kräftig gebauter Waldskorpion aus Westafrika mit mächtigen Scheren und vergleichsweise mildem Gift.

Unser Bestand

Stammtiere dieser Art

Artportrait

Kaiserskorpion Pandinus imperator

Herkunft und Verbreitung

Der Kaiserskorpion stammt aus dem tropischen Westafrika. Als gesicherte Verbreitungsstaaten gelten Benin, Côte d’Ivoire, Ghana, Guinea, Liberia, Nigeria und Togo. Er bewohnt vor allem warme, feuchte Wald- und Waldrandbereiche und nutzt selbst gegrabene Röhren sowie Verstecke unter Wurzeln, Laub und Totholz.

Allgemeine Haltungsbedingungen

Pandinus imperator benötigt ein feucht-warmes, zugleich gut belüftetes Bodenterrarium mit tiefem, standfestem und grabfähigem Substrat. Mehrere dunkle Verstecke, Laub, Kork oder Wurzelstücke sowie ständig verfügbares sauberes Wasser gehören zur Grundausstattung. Die tieferen Substratschichten sollten leicht feucht bleiben, ohne dass Staunässe entsteht.

Wichtige Grundparameter

Als allgemeine Orientierung eignen sich tagsüber etwa 24–27 °C im Großteil des Terrariums mit einem etwas wärmeren Bereich von ungefähr 27–29 °C. Nachts ist eine moderate Absenkung möglich. Die relative Luftfeuchtigkeit kann etwa 70–85 % betragen, wichtig sind dabei gute Belüftung und ein Feuchtigkeitsgefälle im Bodengrund.

Platzbedarf & Terrarium

Grundfläche und Substrattiefe sind wichtiger als große Höhe. Für ein adultes Tier sollte das sichere Bodenterrarium mehrere Rückzugsorte und ungefähr 15–20 cm grabfähiges Substrat ermöglichen; mehr Fläche und tiefere Bodenzonen bieten zusätzliche Verhaltensmöglichkeiten. Gruppenhaltung kann in geeigneten Anlagen funktionieren, birgt aber immer ein Risiko für Stress oder Kannibalismus und muss engmaschig beobachtet werden.

Ernährung

In der Natur: Vor allem Insekten und andere Wirbellose; größere Tiere erbeuten gelegentlich auch kleine Wirbeltiere.

In menschlicher Obhut: Abwechslungsreiche, passend große Futterinsekten wie Grillen, Schaben und Heuschrecken. Futtermenge und Intervall an Alter, Größe und Kondition anpassen; Futterreste zeitnah entfernen.

Artenschutz & CITES

Artenschutz: Pandinus imperator ist in CITES Anhang II gelistet. Beim internationalen Handel beziehungsweise bei grenzüberschreitender Abgabe sind die jeweils erforderlichen Herkunfts- und CITES-Dokumente zu beachten.

Besonderheiten & Sicherheit

GIFTIG. Das Gift gilt im Vergleich zu medizinisch bedeutsamen Skorpionarten als eher mild, ein Stich kann jedoch schmerzhaft sein und individuelle beziehungsweise allergische Reaktionen sind möglich. Direktes Handling sollte vermieden werden; Arbeiten im Terrarium erfolgen am besten ruhig und mit geeigneten Hilfsmitteln.

Die dargestellten Haltungsparameter und Angaben zum Platzbedarf dienen als allgemeine fachliche Orientierung. Gesetzliche Mindestanforderungen können je nach Land und Region unterschiedlich sein und sind vom jeweiligen Halter zu beachten. Bitte informieren Sie sich bereits vor der Anschaffung ausführlich über die jeweilige Art – gerne persönlich bei JZ-Reptiles und zusätzlich anhand geeigneter Fachliteratur. Die konkrete Haltung ist immer an Art, Lokalform, Alter, Größe und das einzelne Tier anzupassen.

Skelett von Kaiserskorpion

Skelett von Kaiserskorpion
Anatomische Darstellung zur Orientierung.

Verbreitungsgebiet

Schematische Lage des natürlichen Verbreitungsgebiets von Kaiserskorpion
Schematische Lage des natürlichen Verbreitungsgebiets von Kaiserskorpion